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Title: Херсоно-византийские монеты с монограммой KBW (К вопросу о проблеме датировки и атрибуции)
Other Titles: Byzantinische munzen aus cherson mit dem Monogramm KBW (zur frage der datierung und der zuweisung)
Authors: Алексеенко, Н. А.
Alekseenko, N. A.
Issue Date: 2006
Publisher: Изд-во Урал. ун-та
Citation: Алексеенко Н. А. Херсоно-византийские монеты с монограммой KBW (К вопросу о проблеме датировки и атрибуции) / Н. А. Алексеенко // Античная древность и средние века. — Екатеринбург: [Изд-во Урал. ун-та], 2006. — Вып. 37: к XXI международному конгрессу византинистов (Лондон, 21-26 авг. 2006 г.). — С. 237-254.
Abstract: Die Frage nach der Zuweisung und der Datierung byzantinischer Münzen aus Cherson mit dem Monogramm KBW ist bis heute nicht eindeutig beantwortet. Die Schwierigkeit der Deutung des Monogramms, die durch die Namensgleichheit von Herrschern bedingt ist, macht es notwendig, eine Lösung des Problems durch archäologische Methoden zu suchen, unter denen eine der wichtigsten die genaue stratigraphische Fixierung der Funde ist. In diesem Zusammenhang gewährt nur das Vorkommen dieser Münzen in einem genau datierbaren geschlossenen Komplex die Möglichkeit ihrer Zuweisung und Datierung. Zu solchen Komplexen gehören die Ausgrabungen der großen Wassersammelzisterne, des sogenannten Gefängnisses, das in einem der reichen Häuser im zentralen Bezirk von Cherson gelegen ist. Zur Analyse des numismatischen Komplexes der Zisterne eigneten sich von 80 Bronzemünzen nur 66. Sie verteilen sich auf drei Ablagerungsschichten: Die oberste, mehrfach aufgewühlte Schicht enthielt 18 Münzen aus verschiedenen Zeiten: 1 antike aus dem 3.-2. Jh. vor Chr., 1 des Arkadios (383-408), 1 aus dem 5.-6. Jh., 15 chersonobyzantinische, nämlich: 1 Iustinians I. (527-565), 7 Basileios' I. (867-886), 1 Leons und Alexanders (886-912), 4 Romanos' I. (920-944), 1 aus der 2. Regierungszeit Konstantins VII. (944-959), 1 unbekannter Herkunft aus der 1. H. des 13. Jh.s. Der Fund einer Münze aus dem 13. Jh.s ist durch Überbauung einer bereits zugeschütteten Zisterne zu erklären. Die zweite Schicht, die niemals aufgewühlt wurde, enthielt 46 Münzen, unter ihnen auch die hier interessierenden mit dem Monogramm KBW, und zwar 1 aus Chersones im 2. Jh. vor Chr., 1 aus Dioskurias (Suchumi) im 2. Jh. vor Chr., 1 des Arkadios (383-408), 1 aus dem 4 . - 6 . Jh., 1 Anastasios' I. (491-518, 38 chersonobyzantinische, nämlich 1 Michaels III. (842-867), 4 Basileios' I. (867-886), 1 Leons und Alexanders (886-912), 4 aus der 1. Regierungszeit Konstantins VII. (913-920), 3 Romanos' I. (920-944), 1 aus der 2. Regierungszeit Konstantins VII., 1 Konstantins VII. und Romanos' II. (945-959), 1 Romanos' II. und Basileios' II. (959-963), 1 Nikephoros' II. Phokas, 1 chersonobyzantinische aus dem 10. Jh., 13 Basileios' II. und Konstantins VIII (976-1025), davon 3 zwischen 976 und 989 und 10 nach 989 bis 1025 oder 1028 emittiert, 2 Romanos' III. (1025-1034) 3 Romanos' IV (1067-1071), 2 anonyme Emissionen vom Ende des 11. Jh.s. 3 schlecht erhaltene Münzen konnten nicht datiert werden. In der dritten, untersten Schicht der Zisterne, die unmittelbar mit der Endphase der in Betracht gezogenen Einrichtung, allerdings nicht mehr als Wasserbecken, sondern als Gefängnis verbunden ist, wurden 8 Münzen gefunden, und zwar 2 undatierte antike, 4 chersonobyzantinische, davon 1 Basileios' I. (867-886), 1 aus der 2. Regierungszeit Konstantins VII. (944-959), 1 chersonobyzantinische aus dem 10. Jh., 1 anonyme vom Ende des 11. Jh. und 2 undatierte mittelalterliche (?). Wie in der 2. Schicht dominieren auch in der 3. Münzen aus dem 10.-11. Jh. Das Vorhandensein von 1 Münze vom Ende des 11. Jh. in der 3. Schicht und zweier solcher in der 2. deutet darauf hin, dass die in ein Gefängnis verwandelte Zisterne urn die Wende vom 11. zum 12. Jh. zugeschüttet wurde. Die Chersoniten stellten bekanntlich in der 1. Hälfte des 9. Jh.s die Münzprägung ein und gossen start dessen ihre Münzen. Als Münzzeichen benutzten sie seitdem die Monogramme der Kaisernamen, die aus einem, zwei oder mehreren griechischen Lettern bestanden. Gleichnamige Kaiser sind für den Numismatiker schwer zu unterscheiden. Hinsichtlich der die 2. Schicht dominierenden Gruppe von 10 Münzen mit dem Monogramm KBW auf dem Avers und einem erhohten Kreuz auf dem Revers ist man bis heute in der Frage der Zuweisung und Datierung nicht einer Meinung. Gegen A. V. OreSnikov und I. V. Sokolova, die diese Munzen auf die Zeit der gemeinsamen Regierung Basileios' I. und seines Sohnes Konstantin (868-879) datierten, gelangte V. A. Anohin zu der Auffassung, dass sie aus der Zeit der Expedition des Fürsten Vladimir nach Cherson stammen müssten. Durch komplizierte Vergleiche mit anderen Münzbeständen gelangt der Autor zu der Auffassung, dass die Münzserie mit dem Monogramm KBW nicht vor den Anfang des 11. Jh.s zu datieren ist. Als Zeit ihrer Emission nimmt er das 1. Viertel des 11. Jh.s an., zu dem möglicherweise die 3 Jahre der Alleinherrschaft Konstantins VIII. (1025-1028) hinzuzurechnen sind.
Keywords: ИСТОРИЯ
ВИЗАНТИЯ (ИСТОРИЯ)
ИСТОРИЯ ВИЗАНТИИ
ИСТОРИЯ СРЕДНИХ ВЕКОВ
СРЕДНИЕ ВЕКА (ИСТОРИЯ)
НУМИЗМАТИКА
СЕВЕРНОЕ ПРИЧЕРНОМОРЬЕ
ХЕРСОНЕС
URI: http://hdl.handle.net/10995/2987
https://elar.urfu.ru/handle/10995/2987
Origin: Античная древность и средние века. 2006. Вып. 37: к XXI международному конгрессу византинистов (Лондон, 21-26 авг. 2006 г.)
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