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Title: Византийские филактерии. Специфика арсенала
Other Titles: Byzantinische phylakterien. Spezifik des arsenals
Authors: Барабанов, Н. Д.
Barabanov, N. D.
Issue Date: 2002
Publisher: Изд-во Урал. ун-та
Citation: Барабанов Н. Д. Византийские филактерии. Специфика арсенала / Н. Д. Барабанов // Античная древность и средние века. — Екатеринбург: Изд-во Урал. ун-та, 2002. — Вып. 33. — С. 214-227.
Abstract: Amulette, von den Byzantinern περίαπτα, φυλαϰτήρια, πουγγία γραπτά, φυλαϰτά genannt, finden sich bei alien Völkern, unabhängig vom Stand flirer Entwicklung. In Byzanz sollten sie vor bösen Geistem, Zauberei, Krankheit, bösem Blick, Not und Tod schützen. Sie dienten auch als Mittel von Zauberei und Verfluchung. E. Kagarov unterteilte die antiken Amulette in fünf Gruppen: 1. vegetative, 2. zoologische, darunter auch menschliche Objekte (Auge, Phallus, Blut usw.), 3. magische Worte und Figuren (Hakenkreuz, Quadrat, Kreis, einzelne Buchstaben, Zauberspriiche), 4. magische Zahlen, 5. Götter- und Dämonenamulette. Populär waren die sogenannten gnostischen Amulette mit Darstellungen griechischer oder ägyptischer Gottheiten. Um die Wende vom 2. zum 3. Jh. empfahl Qemens Alexandrinus, christliche Symbole wie die Taube, den Fisch, das Schiff, die Leier und den Anker auf Ringe zu gravieren. An den heilsamen Charakter von Umhängeamuletten glaubte er nicht Ioannes Chysostomos erwähnt Kupfermünzen Alexanders des Makedonen, aber auch Bibeltexte und kleine Evangelien, die als Amulette dienten. Er zeigt sich erzürnt über Gehange mit Flussnamen und Amulette, z.B. Glockchen, die man Neugeborenen anhängte. Als solche dienten auch rote Fäden und Monde aus Gold, Silber usw., letztere wohl zur Abwehr des bösen Blicks. Basileios von Kaisareia verurteilt Zeichen- und Buchstabenzauber bei Erkrankung von Kleinkindern. Gregor von Nyssa erwähnt den apotropäischen Charakter des Kreuzes, ferner die Benutzung zerrissener Sudarien des toten Meletios von Antiocheia zur Herstellung von Amuletten. Augustin berichtet von Ohrringen, die von Männern getragen wurden, von Ringen aus Straußenknochen sowie von Blättera und Kräutem als Halsschmuck. Vertiemng des Christentums erweist sich am zunehmenden Erwerb von Heiligenreliquien sowie von Fläschchen mit Lampenöl oder Wasser (Hagiasma) von den Kultstätten der Heiligen. Das Kreuz diente nicht nur dem mdividuum, sondern dem gesamten Kaiserreich als Schutzmittel, wie Eusebios in seiner Vita Constantini darlegt. Es wurde, mit G. Dagron gesprochen, zum dynastischen Talisman. Umgekehrt fand die kaiserliche Formel έν τούτω νίκα auch Eingang in Privatamulette. Patriarch Nikephoros (806-815) spricht von um den Hals getragenen goldenen und silbemen Reliquiaren mit Kreuzessplittern. Die Bedeutung des Kreuzes hob schon Efrem der Syrer hervor. Michael Italikos schickte einem Aktuarios ein Amulett, das eine Münze Konstantins enthielt, mit der Bemerkung, er bedürfe keiner weiteren medizinischen Mittel mehr. Von nichtchristlichen Amuletten wie Krebsschere und Lorbeer ist die Rede in den «Geoponika» (10. Jh.), in denen auch apokryphe Einflüsse zu entdecken sind. Neilos, Metropolit von Rhodos (vgl. PLP VII, Nr. 20046) gestattete im Krankheitsfall ausschließlich Amulette mit Evangelientexten ohne Geheimzeichen. Ioseph Bryennios verurteilte Märzamulette. Auf eine große Anzahl von schwer datierbaren magischen Praktiken weist der russische «Nomokanon pri Bol'šom Trebnike» hin.
Keywords: ИСТОРИЯ
ВИЗАНТИЯ (ИСТОРИЯ)
ИСТОРИЯ ВИЗАНТИИ
ИСТОРИЯ СРЕДНИХ ВЕКОВ
СРЕДНИЕ ВЕКА (ИСТОРИЯ)
АМУЛЕТЫ
URI: http://hdl.handle.net/10995/2960
http://elar.urfu.ru/handle/10995/2960
Origin: Античная древность и средние века. 2002. Вып. 33
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