Please use this identifier to cite or link to this item: http://hdl.handle.net/10995/2925
Title: Философско-политические метафоры в произведении Никифора Григоры
Other Titles: Philosophisch-politischemetaphern in Nikephoros Gregoras' „Mahnrede an die synode"
Authors: Гаген, С. Я.
Hagen, S. J.
Issue Date: 2008
Publisher: Изд-во Урал. ун-та
Citation: Гаген С. Я. Философско-политические метафоры в произведении Никифора Григоры / С. Я. Гаген // Античная древность и средние века. — Екатеринбург: [Изд-во Урал. ун-та], 2008. — Вып. 38. — С. 218-225.
Abstract: Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Gregoras in seiner Rede an die Synode eine versteckte Polemik gegen die Absicht Andronikos' III. Palaiologos führt, die Verhandlungen über die Kirchenunion wiederaufzunehmen. Zur Darstellung der Idee des Geheimnischarakters der kaiserlichen Macht benutzt Gregoras das Bild des Vorhangs vor dem Allerheiligsten. Diese Metapher entlehnte er dem Ps.-Dionysios. Zur Darstellung der Bestrafung der Verletzung des göttlichen Geheimnisses bediente sich Ps.-Dionysios im 8. Brief des biblischen Beispiels des Usa, der die Lade Gottes berührte. Dieses Bild findet sich in der Rede des Gregoras ebenfalls, allerdings im Zusammenhang eines Gregor-von-Nazianz-Zitats. Die Metapher von der Bestrafung des Usa ist bedeutungsschwanger. loannes Chrysostomos benutzte sie, um die Kaiserfamilie an die Grenzen ihrer Macht und die Unterscheidung von sacerdotium und imperium zu erinnern. Auch die Päpste bedienten sich ihrer im Kampf mit den Ansprüchen der weltlichen Machthaber. Schon die bloße Erwähnung des Bildes im Text der Rede konnte einen ziemlich kühnen Ausfall gegen den Kaiser bedeuten. Im weiteren Verlauf der Rede bringt Gregoras die historische Anekdote von der Rettung der Kopfbedeckung Alexanders des Makedonen und der Bestrafung des Matrosen, der sie sich aufs Haupt setzte. Es folgt der Schluss, dass die Rettung der Symbole der Kaiserherrschaft zum Preis des Verlusts ihres Wesens, und zwar, der Orthodoxie, sinnlos sei. Als Intellektueller befasste sich Gregoras mit der Schaffung und der Herausstellung ideologischer Symbole. Eben deshalb war er dem Patriarchen wichtig und interessant. Ein außergewöhnliches Talent war nötig, um eine Metapher, ein genaues und deutliches Bild zu finden, das die Meinungsverschiedenheit zwischen Kaiser und Kirche in der Frage der Kirchenunion zum Ausdruck brachte und auf die Richtigkeit des kirchlichen Standpunkts verwies. Die Metapher des Gregoras diskreditierte das Argument der „Oikonomia", das die Anhänger der Union vorbrachten, d.h. die Zulässigkeit der Union mit den Lateinern aus politischen Gründen. Im Anschluss daran wird die gesamte prolateinische Politik des Kaisers in Zweifel gezogen. Der Auftritt des Gregoras stimmt mit dem düsteren Bild eines „totä litaren Byzanz", wie es Kazhdan zeichnete, nicht überein.
Keywords: ИСТОРИЯ
ВИЗАНТИЯ (ИСТОРИЯ)
ИСТОРИЯ ВИЗАНТИИ
СРЕДНИЕ ВЕКА (ИСТОРИЯ)
ИСТОРИЯ СРЕДНИХ ВЕКОВ
ВИЗАНТИЙСКАЯ ЛИТЕРАТУРА
URI: http://hdl.handle.net/10995/2925
http://elar.urfu.ru/handle/10995/2925
Origin: Античная древность и средние века. 2008. Вып. 38
Appears in Collections:Античная древность и средние века

Files in This Item:
File Description SizeFormat 
adsv-38-14.pdf149,43 kBAdobe PDFView/Open


Items in DSpace are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.