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Title: Военный аспект культа Богоматери в Византии (IX—XII вв.)
Other Titles: Der militärische Aspekt des Kultcs dcr Gottesmutter in Byzanz vom VII. bis zum XII. Jh.
Authors: Степаненко, В. П.
Stepanenko, V. P.
Issue Date: 2000
Publisher: Урал. гос. ун-т
Citation: Степаненко В. П. Военный аспект культа Богоматери в Византии (IX—XII вв.) / В. П. Степаненко // Античная древность и средние века. — Екатеринбург: Урал. гос. ун-т, 2000. — Вып. 31. — С. 198-221.
Abstract: Zentrum des Kultes der Gottesmutter in Byzanz war die Blachemen-Kirche in Konstantinopel, in der zusammen mit anderen Reliquien auch das Omophorion der Gottesmutter autbewahrt wurde, mit dem die Funktion des Schutzes und der Verteidigung der Stadt, des Reiches und des Kaisers verbunden war. Am deutlichsten zeigte sich diese Funktion bei den Ereignissen von 626,717 und 860, als die Gottesmutter Konstantinopel gegen die Angrifte der Perser, der Araber und der Russen verteidigte. Aufschlußreich ist, daß auf den Siegeln des Herakleios und seiner Nachfolger, später auf denen des Photios und Konstantins VII. das Bild der Gottesmutter Νικοποιός, der Sieg-Verleihenden: erscheint. Der Kult der Νικοποιός bestand oftensichtlich schon in vorikonoklastischer Zeit und wurde nach 843 wiederaufgenommen. Davon zeugen Darstellungen der Νικοποιός im Chludov-Psalter und auf Siegeln. Wiederbelebt wurde dieser Kult im Jahre 1030/31 durch die Auilindung einer alten Ikone der Νικοποιός in der Blachernenkirche. Von der Wiedergeburt des Kultes zeugen Münzen und Siegel Romanos' Ш. Argyros und seiner Nachfolger. Die traditionellen Funktionen der Gottesmutter, Schutz und Verteidigung, waren jedoch mit dem Bild der Blachernitissa Orans verbunden. Der Kult der Νικοποιός als den Kaiser begleitender Feldherrin und Teilnehmerin an seinen Kriegszügen beschränkte sich auf einen kleinen Kreis von Verehrem, vornehmlich am Hofe, nicht unter dem Volk. Das flndet seine Erklärung in der traditionell negativen Einstellung der byzantinischen Gesellschaft und Kirche gegenbber dem Krieg als Mittel zur Lösung außenpolitischer Probleme. Deshalb erscheint später, in den Vierzigerjahren des 11. Jh.s, auf Grund einer Synthese des Kultes der Orans und der Νικοποιός ein neuer Kult und ikonographischer Тур der Darstellung der Gottesmutter, die Έπίσκεψισ (Das Wort scheint im Griechischen den doppelten Sinn von 'Beaufsichtigung' und 'Überdachung, Schutz' zu haben, vgl die Verben έπισκέπτομαι u. έπισκπτω). Die Funktionen des Schutzes und der Verteidigung der Gläubigen, des Staates und des Kaisers erhalten in ihm einen gewissen militärischen Aspekt. Schutz bedeutet Sieg über den Feind. Die Kaiser nahmen eine Ikone aus der Blachernen-Kirche als «begleitende Feldherrin» und «unüberwindlichen Schild» mit sich auf die Feldzüge. Sie sollte sie der Siege über die Feinde vergewissern. Wie es scheint, handelte es sich hierbei um die Νικοποιός (Κυριώτισσα), von der eine Kopie nach der Niederlage Alexios' V. 1203 in die Hände der Venezianer fiel. Als begleitende Feldherrin des Kaisers nahrn die Gottesmutter, durch ihre Dcone dargestellt, bis zum 12. Jh. an den Triumphen teil. Handelte es sich hierbei um das Bild der Νικοποιός? Wahrscheinlich, doch bewiesen ist es nicht.
Keywords: ИСТОРИЯ
ВИЗАНТИЯ (ИСТОРИЯ)
ИСТОРИЯ ВИЗАНТИИ
ИСТОРИЯ СРЕДНИХ ВЕКОВ
СРЕДНИЕ ВЕКА (ИСТОРИЯ)
URI: http://hdl.handle.net/10995/3495
http://elar.urfu.ru/handle/10995/3495
Origin: Античная древность и средние века. 2000. Вып. 31.
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