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Title: Надвратные башни укреплений юго-западной Таврики (XIV-XV вв.)
Other Titles: Tortürme in den befestigungsanlagen des südwestteils der Taurischen halbinsel (XIV. - XV. Jh.)
Authors: Кирилко, В. П.
Kirilko, V. P.
Issue Date: 2001
Publisher: Изд-во Урал. ун-та
Citation: Кирилко В. П. Надвратные башни укреплений юго-западной Таврики (XIV-XV вв.) / В. П. Кирилко // Античная древность и средние века. — Екатеринбург: [Изд-во Урал. ун-та], 2001. — Вып. 32. — С. 283-308.
Abstract: Festungstore waren zu alien Zeiten der verwundbarste Punkt innerhalb von Verteidigungsbauten. Ein einfaches und ziemlich wirksames Verfahren ihrer Sicherung bestand in der Errichtung von Türmen, deren unterstes Geschoss der Durchfahrt und deren obere Geschosse der Beobachtung, der Wartung und der Durchführung von Kriegshandlungen dienten. Derzeit sind Tortürme, deren Merkmale eine typologisch eindeutige Identifizierung zulassen, innerhalb von funf Festungen der Südwestkrim bekannt: Eski-Kermen, Kïz-Kule, Kermen-Kai, Funa und Kalamita (Abb. 1). Eine detail lierte Untersuchung der Denkmäler zeugt von folgendem: Abgesehen vom Willen des Gründers bestand einer der Hauptfaktoren, die die Auswahl der Planstruktur von Umfassungsbauten und Torüberbauungen bestimmten, in Bautraditionen, die sich in der regionalen Architektur von Verteidigungsbauten in Form von eigenständigen Bauschulen herausgebildet hatten. Daneben kam eine nicht weniger große Bedeutung für die Architektonik von Festungsanlagen dem Verteidigungswert des Ortes zu, dessen kluge Nutzung es ermöglichte, den Zugang zu den Toren auf natürliche Weise durch weit vorgeschobene Vorposten abzusichern. Der Bauplan der Tortürme weist zwei Varianten auf. Die eine, am weitesten verbreitete, sieht die Anbringung beider Eingänge auf der Achse des Zufahrtsweges vor. Im Fall der zweiten Variante, die durch ein einziges Beispiel belegt ist, ändert der Weg innerhalb des Gebäudes die Fahrtrichtung. In Fällen, in denen die Lage des Festungstores nicht ganz und gar von den Besonderheiten des Erdbodenreliefs und der städtebaulichen Lage abhing, bevorzugten die Erbauer von Festungen eckige Türme oder die Anbringung des Haupteinganges am Rand der Verteidigungslinie. Die Torüberbauungen sind in der Regel rechtwinklig, selten halbrund. Die ersteren waren in militärischer Hinsicht den runden, U-förmigen und vielkantigen ein wenig unterlegen, technisch gesehen aber ließen sie sich einfacher und schneller errichten. Außerdem waren Befestigungsanlagen mit vier Wänden geeigneter für den normalen Durchgangsverkehr und die Errichtung von Räumlichkeiten zu verschiedenen Verwendungszwecken auf ihnen. Von einzelnen Denkmälern abgesehen, handelt es sich bei den Eingangstürmen um nicht besonders hohe zweigeschossige Bauten mit völlig geschlossenem Innenraum oder offene von der Rückseite her, endend in einer zinnenbewehrten Fläche für Kampfhandlungen. Neben den militärischen Aufgaben zur Sicherung der Tore kam dem repräsentativen Charakter der Befestigungsanlagen eine gleichermaßen wichtige Rolle zu. Er ergab sich einerseits aus der Proportionalität der Einzelelemente des jeweiligen Bauwerks zueinander, andererseits wurde er durch dekorative Mittel unterstrichen, insbesondere durch Anbringung von reich verzierten Tafeln mit Widmungsinschriften über dem Eingang. Alle Torüberbauungen von Festungen auf der Krim haben ihre Besonderheiten und zeugen vom schoöferischen Einsatz der Baumeister bei der Ausgestaltung des Eingangsbereichs. Abgesehen von einigen lokalen Charakteristika weisen sie eine unzweifelhafte Ähnlichkeit mit analogen Anlagen der küstennahen Kaukasusregion, Kleinasiens, des Balkans und des Mittelmeerraums auf.
Keywords: АРХЕОЛОГИЯ
ВИЗАНТИЯ (ИСТОРИЯ)
ИСТОРИЯ ВИЗАНТИИ
ИСТОРИЯ СРЕДНИХ ВЕКОВ
СРЕДНИЕ ВЕКА (ИСТОРИЯ)
СЕВЕРНОЕ ПРИЧЕРНОМОРЬЕ
URI: http://hdl.handle.net/10995/3032
http://elar.urfu.ru/handle/10995/3032
Origin: Античная древность и средние века. 2001. Вып. 32.
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