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Title: Богоматерь Никопея и Акатамахитос (К интерпретации фрески храма св. Георгия в Курбиново)
Other Titles: Die gottesmutter ΝΙΚΟΠΟΙΟΣ und ΑΚΑΤΑΜΑΧΗΤΟΣ (Zur interpretation eines Freskos der Kirche des hi. Georgios in Kurbinovo)
Authors: Степаненко, В. П.
Stepanenko, V. P.
Issue Date: 2002
Publisher: Изд-во Урал. ун-та
Citation: Степаненко В. П. Богоматерь Никопея и Акатамахитос (К интерпретации фрески храма св. Георгия в Курбиново) / В. П. Степаненко // Античная древность и средние века. — Екатеринбург: Изд-во Урал. ун-та, 2002. — Вып. 33. — С. 139-150.
Abstract: In der Kirche des hi. Georgios in Kurbinovo (1191) ist die thronende Gottesmutter mit dem auf ihren Knien halb liegenden, segnenden Jesuskind dargestellt. Der ikonographische Тур findet sich in einer Reihe von Denkmälern, die auf die 2. H. des 11. und auf das 12. Jh. zurückgehen. N. P. Kondakov und D. Muriki sahen in ihm eine Variante der Hodegetria, S. Radojčić eine thronende Gottesmutter «mit dem spielenden Jesuskind». D. Bardžieva gab die Beischrift zur Gottesmutter ΜΘ Νιϰοποιός heraus und nahm an, dass die Beischrift fehlerhaft sei, da sie der Ikonographie der Nikopoios nicht entspreche, die in Makedonien bereits bekannt war (s. Fresko in der Apsis der Hagia Sophia in Ohrid). Die Gottesmutter in der Apsis der Georgios-Kirche ist nicht die Nikopoios. Doch ist es sicherlich nicht richtig, von einem Fehler des Meisters zu sprechen, da er Grieche war und zuvor an der Ausmalung der Anargyroi- Kirche in Kastoria teilnahm. Wir müssen ihn als einen Experten in der Ikonographie ansehen, zumal die Beischrift die zentrale Figur der Malerei in der Apsis betrifft, wenn auch die Möglichkeit eines Fehlers nicht vollkommen auszuschließen ist, da Präzedenzfälle bekannt sind. Das ein oder andere Epitheton der Gottesmutter als Beischrift zu ihrer Darstellung konnte aber auf eine individuelle Auswahl des Bestellers des Kunstwerks zurückgehen. So lautet die Beischrift der Nikopoios auf einem goldenen Enkolpion vom IX.-X. Jh. Καρδιοβαστάζουσα (Herzhaltende) und die der Hodegetria auf der anderen Seite ή Άβασιωτησιώτισσα (Gottesmutter des Melographen Abasiotes?). Die Epitheta müssen nicht unbedingt dem ikonographischen Тур entsprechen, dem sie beigefügt sind. Wenn nicht, dann drückt sich in ihnen kein Fehler des Meisters, sondera der Wunsch des Bestellers aus. Möglicherweise haben wir es in Kurbinovo mit einem solchen Fall zu tun. Wenn wir aber die Darstellung der Gottesmutter in der Georgios- Kirche für eine Variante der Hodegetria halten, so gibt es für die Beischrift Nixonoioc, auch eine andere Erklärung. Zwischen den Kulten der Nikopoios und der Hodegetria bestand seit alter Zeit ein gewisser Zusammenhang, wahrscheinlich hatten sie die gleiche Funktion des Schutzes der Gläubigen und der Hilfe im Kampf gegen die Ungläubigen. Nach dem Wunder der von der Gottesmutter bewirkten Befreiung Konstantinopels von der Belagerung durch die Avaren (626) erscheinen auf den Siegeln des Herakleios und seiner Nachfolger Darstellungen der Nikopoios und der Hodegetria. Später erscheinen sie auf den Siegeln des Patriarchen Photios. Die Nikopoios ist auf dem Siegel des Hodegon-Klosters dargestellt. Es scheint, dass der Kult der Nikopoios nach 626 den Status eines internen Staatskultes erhielt und auf Grund dieser Funktion keine Popularität erlangen konnte. Deshalb tritt er seit der Zeit der Makedonischen Dynastie hinter den Kult der Hodegetria zurück, der in der Komnenenzeit einen halboffiziellen Status erreicht und den Kult der Nikopoios in der Palaiologenzeit endgültig ersetzt. Michael VIII. begleitete 1261 bei seinem triumphalen Einzug in die Hauptstadt die Ikone der Hodegetria. Im Licht des oben Ausgeführten ist die Darstellung in Kurbinovo als ein Zeugnis des Verfalls des höfischen Kults der Nikopoios einzustufen. Er findet seinen Ausdrack in der Entwicklung von der echten Nikopoios in der Sophienkirche zu Ohrid über die Hodegetria-Variante der Nikopoios in Kurbinovo bis hin zur Hodegetria Akatamachetos-Ikone der 1. H. des 14. Jh.s im Byzantinischen Museum zu Athen.
Keywords: ИСТОРИЯ
ВИЗАНТИЯ (ИСТОРИЯ)
ИСТОРИЯ ВИЗАНТИИ
ИСТОРИЯ СРЕДНИХ ВЕКОВ
СРЕДНИЕ ВЕКА (ИСТОРИЯ)
ХРИСТИАНСКИЕ ПАМЯТНИКИ
МАКЕДОНИЯ
URI: http://hdl.handle.net/10995/2954
http://elar.urfu.ru/handle/10995/2954
Origin: Античная древность и средние века. 2002. Вып. 33
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