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Title: Нумизматические параллели в сфрагистике византийского Херсона
Other Titles: Numismatische widerspiegelungen in der sphragistik des byzantinischen Cherson
Authors: Алексеенко, Н. А.
Alekseenko, N. A.
Issue Date: 2008
Publisher: Изд-во Урал. ун-та
Citation: Алексеенко Н. А. Нумизматические параллели в сфрагистике византийского Херсона / Н. А. Алексеенко // Античная древность и средние века. — Екатеринбург: [Изд-во Урал. ун-та], 2008. — Вып. 38. — С. 79-89.
Abstract: Bedeutende Ergänzungen des byzantinischen Siegelkorpus von Cherson zwingen dazu, altbekannte, u.a. auch numismatische Realien in neuem Licht zu sehen. Zwei neue Funde aus Cherson und seiner nächsten Umgebung verweisen uns auf einen altbekannten Münztypus aus justinianischer Zeit. Die Datierung der Funde zu präzisieren, erlaubt das auf ihnen dargestellte Monogramm, dessen Legende man traditionell πόλεως Χερσῶνος gelesen hat. Es stellt sich aber die Frage, ob es bei einer derart entwickelten bürokratischen Struktur der byzantinischen Verwaltung ein Stadtsiegel gegeben haben kann. Wenn das zu verneinen ist, hat man nach einem Beamten zu suchen, der in der Stadtverwaltung eine bestimmte Funktion wahrnahm, und erneut zu versuchen, das Monogramm zu entziffern. Unter Berücksichtigung der traditionellen Form der Anordnung eines Monogramms vom Zentrum zu den Rändern und Nutzung sich wiederholender Lettern stellen wir die Entzifferung des Monogramms im Sinne πόλεως Χερσῶνος nicht in Frage. Dennoch nehmen wir an, dass das Vorhandensein von Alpha, Omikron, Epsilon und Omega in Verbindung mit Konsonanten die Zugehörigkeit zu Personen wie z.B. Petros, Petronas oder Paulos möglich erscheinen lässt. Was den Titel oder das Amt des Siegelbesitzers betrifft, so ergeben sich ebenfalls verschiedene Varianten. So kann man z.B. aus T, P, N, A, I, Ω, die Berufbezeichnung νοταρίω zusammensetzen. Die auf dem Siegel vorhandenen Lettern lassen sich ziemlich leicht zu der Amtsbezeichnung πατήρ τῆς πόλεως zusammenfügen. Wenn unsere Annahmen zutreffen, so handelt es sich urn Siegel eines Vertreters der städtischen Oberschicht von Cherson, dem „Vater der Polis", bekannt aus schriftlichen Quellen seit Beginn des 8. Jh.s. Hierdurch wird die Richtigkeit friiherer Forschungsergebnisse bestätigt, die auf ein Fortbestehen von Elementen des spätrömischen Verwaltungssystems in Cherson bis zum 10. Jh. hinwiesen. Auch nach der Verwaltungsreform durch Justinian konnten neben den staatlichen Provinzialbeamten lokale Bevollmächtigte wie ein „Stadtvater", „Ekdikos" und „Proteuon" (pater civitatis, curator civitatis, defensor civitatis, proteuontes) ihres Amtes walten. Das wird überdies dadurch bestätigt, dass sich der offizielle Münztypus in den Siegeln der lokalen Bevollmächtigten widerspiegelt.
Keywords: ИСТОРИЯ
ВИЗАНТИЯ (ИСТОРИЯ)
ИСТОРИЯ ВИЗАНТИИ
ИСТОРИЯ СРЕДНИХ ВЕКОВ
СРЕДНИЕ ВЕКА (ИСТОРИЯ)
ХЕРСОНЕС
СРЕДНЕВЕКОВЫЙ ГОРОД
СЕВЕРНОЕ ПРИЧЕРНОМОРЬЕ
СФРАГИСТИКА
НУМИЗМАТИКА
СИГИЛЛОГРАФИЯ
URI: http://hdl.handle.net/10995/2916
http://elar.urfu.ru/handle/10995/2916
Origin: Античная древность и средние века. 2008. Вып. 38
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